Packendes Finale in der Ägäis vor dem türkischen Çeşme bei der 470er EM

Sogar zwei deutsche Teams hatten es bei dieser EM der olympischen 470er Klasse in das finale Medaillenrennen geschafft. Ein folgenschwerer Jury Fehler auf dem Wasser hat aber alle Medaillenhoffnungen hinweg gefegt.

Ein insgesamt sehr positive Bilanz für das German Sailingteam zieht DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner: "Unsere Teams haben sich gut geschlagen. Und es war mehr drin. Unser Saisonhöhepunkt ist die Weltmeisterschaft. Dafür war die EM eine gute Grundlage, die Leistungen vielversprechend". Anfangs führte mit der Besatzung Simon Diesch und Anna Markfort sogar ein deutsches Team die Rennen an. Im Lauf der Tage haben aber die Teams Luise Wanser mit Philipp Autenrieth und Malte mit Anastasiya Winkel stark aufgeholt. Auch Theres Dahnke und Matti Cipra vom Plauer Wassersportverein sowie die Crew Theresa Löffler und Christopher Hoerr konnten sich für das Goldfleet qualifizieren. Hauchdünne Punktabstände haben mehr als deutlich gemacht, wie dicht die europäische Spitze in dieser Bootsklasse seglerisch zusammen ist. Schlussendlich haben es Malte und Anastasiya sowie Luise und Philipp ins Finale geschafft.

Dann die folgenschwere Fehlentscheidung der Jury. Ein Protest von Wanser / Autenrieth (GER 10 - Bugnummer 06) gegen Familie Winkel (GER 13 - Bugnummer 10) wird von der Jury gegen GER 10 in eine Strafe umgewandelt. Durch die notwendige Wiedergutmachung verlieren Luise und Philipp ihren Platz in der Spitzengruppe und kreuzen als letztes Boot die Ziellinie. Malte und Anastasiya, die die entsprechende Strafe erwartet hatten, können sogar noch als Dritte das Finalrennen beenden. Trotz aller Entäuschung sind die Plätze 7 und 8 in der Ergebnisliste eine starke Ausgangsposition für die im Oktober vor Israel startende Weltmeisterschaft der 470er. Herzlichen Glückwunsch!

Alle Ergebnisse

© Fotos Nikos Alevromytis / Sedat Yilmaz / Int. 470 Class